19.04.2022

Die haben doch ’nen Stich: Musiker:innen und ihre Tattoos

Vom Notenschlüssel über Fan-Hommagen bis hin zu Songtiteln – unsere Künstler:innen haben ihre Liebe zur Musik auf der Haut festgehalten. Welche kreativen Motive es zu entdecken gibt und was dahintersteckt, verraten wir euch.

Songs für die Ewigkeit

Der Parkway-Drive-Sänger Winston McCall hat seine Liebe zu Hardcore in seinem ersten Tattoo verewigen lassen: Seinen Oberarm zieren die Buchstaben BBHC – Born by Hardcore. Unter seinen unzähligen Motiven finden sich auch welche, die von der eigenen Musik inspiriert sind. Sein Lieblings-Parkway-Drive-Tattoo stellt eine Sanduhr dar, die im Begriff ist, aufgefressen zu werden, umrahmt von den Worten „eaten alive“. Als Inspiration nennt McCall den Song „Horizons“ („We spend our lives wasting as time eats us alive“). Auch eine zweite Anspielung auf Parkway-Drive-Lyrics ist zu finden: Das Lied „Boneyards“ inspirierte ihn zu seinem Schlüsselbein-Tattoo („Sinking, always sinking“).

Illustre Erfolgsgeschichte

Auch Lady Gaga reiht sich ein in die Reihe von Künster:innen, die ihre eigene Musik auf ihrer Haut verewigt haben. Sie hat sich ihre Album-Titel „Born This Way” und „Artpop“ tätowieren lassen. Doch auch eine Hommage an ihre Fans können wir auf ihrem Körper entdecken. Ihnen zu Ehren ließ sie sich „Little Monsters“ stechen – der Kosename für ihre Fans. Zu weiteren musik-inspirierten Tattoos zählen ein Notenschlüssel und Ausnahmekünstler David Bowie.

Ein Dankeschön für die Fans

Für Doro Pesch ging die Liebe zu ihren Fans ebenfalls unter die Haut. Während eines Interviews ließ sich die Metal-Queen den Schriftzug „The one who loves the fans – Für immer" auf die Innenseite ihres rechten Unterarms tätowieren. Auch wenn sie selbst nur wenige Tattoos besitzt, hat sie eine starke Verbindung zur Tattooszene. Für die „Wildstyle & Tattoo Messe“ schrieb sie die Hymne „Wildstyle´s Tattooed Angels“, einer der stärksten Songs, den sie je geschrieben habe, so Pesch.

Vielfältige Musikliebe

Dass Rory Charles Graham aka Rag ’n’ Bone Man eine Vorliebe für Körperkunst hat, ist kaum zu übersehen. Schließlich besitzt er sogar Gesichtstattoos. Zahlreiche seiner Bilder sind von der Musik inspiriert. Seinen Hals schmückt beispielsweise ein Retro-Mikrophon. Auf seinem Unterarm ist eine Gitarre abgebildet. Aber auch sein altes Künstler-Kollektiv „Rum Commitee“ hat er sich abgekürzt als „Rum Com“ stechen lassen, genauso wie sein Musiklabel High Focus.

Vorbild als Erinnerung

Man ahnt es nicht, doch der brav anmutende Popsänger Wincent Weiss hat ein Faible für die permanente Kunst und besitzt mehrere Tätowierungen. Ein besonderes ist nicht alle Tage zu sehen: Der Songtitel „Without fear“ von Dermot Kennedy ziert Weiss’ Oberschenkel. Weiss ist ein großer Fan des irischen Singer-Songwriters, der ihn u.a. inspirierte, Musik zu machen.